Bestimmung des kapillaren Sperrdrucks jetzt auch mit Wasserstoff

01.12.2022

Bestimmung des kapillaren Sperrdrucks jetzt auch mit Wasserstoff

Für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland und Europa wird Wasserstoff als Energieträger zukünftig eine essentielle Rolle spielen. Zur Speicherung großer Mengen von Wasserstoff kommen Porenspeicher im tiefen Untergrund in Frage. Der kapillare Sperrdruck ist ein wichtiger Parameter in der Sicherheitsbewertung eines solchen Speichers. Die neue Messanlage zur Bestimmung des kapillaren Sperrdrucks mit Wasserstoff ermöglicht die experimentelle Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Wasserstoff und den Gesteinen der Deckschicht unter realistischen Umgebungsbedingungen. Der H2-Sperrdruck-Prüfstand befindet sich in einer Klimakammer, sodass die Experimente unter Reservoirbedingungen und unter konstanten Temperaturen durchgeführt werden können. Die Probenkörper können bei einer Temperatur von bis zu 125°C und einem Umschließungsdruck von bis zu 50 MPa getestet werden. Des Weiteren wurde eine Flutanlage gebaut, in welcher die Proben vor der Sperrdruckmessung mit Wasserstoff exponiert werden können.

Die Entwicklung dieser neuen Technologie und der Aufbau des neuen Prüfstands wurden aus Fördergeldern des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und eigenen Geldern des Gesteinslabors finanziert. Mit dem Angebot von kommerziellen Messungen des kapillaren Sperrdrucks mit Wasserstoff erschließt das Gesteinslabor ein neues Geschäftsfeld im Bereich der erneuerbaren Energien.

 

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28.07.2023 · EEK

Bestimmung des kapillaren Sperrdrucks jetzt auch mit Wasserstoff möglich
Artikel aus EEK 01/2023

01.12.2022 · 

Das Gesteinslabor hat erfolgreich die Entwicklung einer Messanlage zur Bestimmung des kapillaren Sperrdrucks mit Wasserstoff abgeschlossen.